IPv6 Notation

Die Notation von IPv6 ist etwas gewöhnungsbedürftig, und unterscheidet sich von den alten IPv4-Adressen. IPv6-Adressen bestehen aus 8 Blöcken, getrennt durch einen Doppelpunkt, mit jeweils vierstelligen Hexadezimalzahlen.

Zu Beginn der Entwicklung von IPv6 war es zuerst gedacht, in Anlehnung an IPv4 16 Blöcke in der bekannten Notation zu Verwenden. Da die Adresse dann jedoch zu unhandlich geworden wäre, hat man sich für die 8 Blöcke entschieden.

Somit sieht eine IPv6-Adresse wie folgt aus: 2001:db8:838a:1349:42db:8371:3050:ff34

Es gibt jedoch gewisse Sonderregeln, um zum einen die Schreibweise, zum Anderen aber auch die Lesbarkeit zu erleichtern.

Folgende Schreibweisen sind ebenfalls legitim:

  • Führende Nullen innerhalb eines Segments können weggelassen werden, wobei mindestens eine Stelle bleiben muss.
  • Wenn ein oder mehrere Segmente den Wert 0 haben, können diese ausgelassen und durch einen zweiten Doppelpunkt ersetzt werden. Somit lässt sich für 2001:db8:0:0:0:0:4ab:3054 auch 2001:db8::4ab:3054 schreiben. Diese Kürzung darf jedoch nur einmal in einer Adresse vorgenommen werden, da sonst die Eindeutigkeit verloren ginge.

Bei einer URL Notation wird die IPv6-Adresse in eckige Klammern gesetzt, damit nicht die Schreibweise mit der Port Schreibweise von IPv4 in Verbindung gebracht werden kann:

 http://[2001:db8:db34:a::34:8420]/

Netznotation

Netze werden wie auch schon bei IPv4 unterteilt in Netzpräfix und Subnetzanteil. Das Subnetz hat immer die Größe einer Zweierpotenz.

Folgende Notation ist für Netze üblich:

       2001:db8:94::/48

Der Adressraum reicht von 2001:db8:94:0000:0000:0000:0000:0000 bis 2001:db8:94:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff , die Subnetzmaske ist in diesem Beispiel ffff:ffff:ffff:: . Insgesamt liegen 280 Adressen in diesem Netz

Solche Netze und auch größere werden in der Regel an Endkunden vergeben. Dies hat zur Folge, dass eine solche Aufteilung, wie sie bei dem Adressraum von IPv4 gegeben ist, aller IP-Adressen nicht mehr nötig sein wird.

Der Provider erhält meist von der RIR ein /32 Netz, für Endkunden ist entweder ein /48 oder /56 großes Netz vorgesehen.

Ein Internet Service Provider (ISP) bekommt nur einmal von einer RIR ein Netz zugewiesen, dies reicht dann in der Regel.

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