IPv6 Autokonfiguration

Um Hosts den automatischen Aufbau einer Verbindung mit dem Netzwerk zu ermöglichen, wurde mit IPv6 die Stateless Address Autoconfiguration (zustandslose Adressenautokonfiguration) eingeführt.

Für die initiale „Kontaktaufnahme“ mit dem für das Netzwerk-Segment zuständigem Router weist sich der Host selber eine sogenannte link-lokale Adresse zu, die aus dem Netzwerk-Präfix und dem Interface Identifier zusammengesetzt wird.

Über das Neighbor Discovery Protocol (NDP) sendet der Host im nächsten Schritt eine Multicast-Anfrage (an die Multicastadresse ff02::2), auf die sich alle erreichbaren Router im Netzwerk melden (Router Solicitation).

Grundsätzlich sollte die Unicast-Adresse des Clients eindeutig sein. Dennoch wurde mit IPv6 eine Duplicate Address Detection (DAD) implementiert, um IP-Konflikten vorzubeugen. Die DAD muss von jedem Gerät nach der Selbstzuteilung einer Adresse durchgeführt werden, und läuft über das NDP.

Ein Nachteil der Autokonfiguration liegt darin, dass der Client keine Informationen über Domainnamen, NTP- oder DNS-Server. Daher kann die Verwendung eines DHCPv6-Server trotz der Autokonfiguration sinnvoll sein.

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